Gartenmöbel, die Wind und Wetter überstehen
Welche Materialien draußen bestehen, wie man sie pflegt und warum die Terrasse ein Wohnraum ist, den man ganzjährig plant.
Die Terrasse ist der Raum, den man am liebsten vergisst, wenn es ums Einrichten geht, und am meisten benutzt, sobald das Wetter mitspielt. Diese Woche steht die Frage im Raum, was von den Gartenmöbeln übersteht, wenn Regen, Sonne und Frost ein ganzes Jahr an ihnen arbeiten. Die Antwort beginnt beim Material, nicht beim Design.
Materialien, die draußen bestehen
Draußen entscheidet nicht die Optik, sondern die Beziehung zwischen Material und Wetter. Ein paar Charaktere, die sich bewährt haben:
- Teak und andere Harthölzer sind von Natur aus ölhaltig und widerstehen Nässe. Sie vergrauen an der Luft zu einem silbrigen Ton, der viele stört und niemandem schadet. Wer die warme Farbe halten will, ölt einmal im Jahr.
- Robinie ist die heimische Alternative zu Tropenholz, hart und dauerhaft, ohne lange Transportwege.
- Pulverbeschichtetes Aluminium rostet nicht, ist leicht und übersteht Frost mühelos. Solange die Beschichtung heil bleibt, braucht es kaum Pflege.
- Edelstahl ist robust und schwer, will aber ab und zu abgewischt werden, damit sich kein Flugrost von umliegendem Metall festsetzt.
Meiden Sie einfaches, unbehandeltes Weichholz und billige Kunststoffe. Ersteres verwittert in einer Saison, letzteres wird von der Sonne spröde und bricht, wenn man sich darauf verlässt.
Pflege ist wenig Arbeit, aber regelmäßig
Gartenmöbel gehen selten kaputt, weil das Material schlecht ist, und fast immer, weil niemand sich kümmert. Holz will einmal im Jahr gereinigt und, wenn man die Farbe halten will, geölt werden. Ein vergrautes Teakmöbel lässt sich mit etwas Schleifen und einem Ölauftrag in einer Stunde wieder auffrischen.
Metall braucht nur einen Blick auf die Beschichtung: Wo der Lack abgeplatzt ist, setzt sich Feuchte an, deshalb kleine Schäden früh ausbessern. Polster gehören bei Regen unter Dach oder in eine Truhe; kein Bezug ist so wasserfest, dass er dauerhafte Nässe verzeiht. Ein einfacher Winterschutz ist oft, die Möbel unter ein Vordach zu rücken und locker abzudecken, sodass Luft zirkuliert und sich kein Schwitzwasser sammelt.
Der Ampelschirm braucht ein Fundament
Ein Ampelschirm ist der eleganteste Schattenspender, weil sein Mast seitlich steht und die Fläche darunter frei bleibt. Er hat nur einen ernsten Feind: Wind. Ein Schirm mit zweieinhalb Metern Ausladung entwickelt bei Böen enorme Kräfte, und ein zu leichter Ständer kippt mitsamt Tisch.
Rechnen Sie beim Fundament großzügig: Platten mit ordentlichem Gewicht oder ein fest gesetzter Bodenanker halten den Schirm da, wo er stehen soll. Und machen Sie es sich zur Gewohnheit, ihn bei aufkommendem Wind zu schließen. Kein Stoff und kein Gestänge ist gegen eine Sturmböe ausgelegt, die in einen offenen Schirm fährt.
Eine Bank macht aus der Terrasse einen Raum
Wer den Außenraum wirklich als Wohnraum denkt, stellt nicht nur einen Esstisch hin. Eine Bank an der Hauswand, ein niedriger Beistelltisch, eine Ecke zum Sitzen abseits des Essplatzes: So bekommt die Terrasse dieselben Zonen wie ein Wohnzimmer. Man isst an einem Ort, sitzt an einem anderen, und der Raum bleibt auch dann benutzbar, wenn nicht gerade Tafel ist.
Eine massive Holzbank darf ruhig draußen überwintern, wenn das Holz dafür gemacht ist; sie wird mit den Jahren schöner statt schlechter. Ergänzen Sie sie um Kissen, die bei gutem Wetter herauskommen und bei Regen verschwinden, dann ist die Sitzecke schnell einsatzbereit und trocken versorgt.
Außen wie innen planen
Die beste Terrasse entsteht, wenn man sie mit demselben Ernst plant wie ein Zimmer: nach Wegen, Zonen und Licht. Wo läuft man, wo sitzt man, wo fällt abends noch Sonne hin? Ein paar solide Möbel aus dem richtigen Material, einmal im Jahr gepflegt, tragen viele Sommer und einige Winter. Der Außenraum ist kein Anhängsel des Hauses, sondern ein Zimmer ohne Decke, und er verdient dieselbe Sorgfalt.